Bericht der Begegnungsreise mit Workcamp in Kisii und Nairobi

Zeitraum: 02.07. – 03.08.2013 

Im o.a. Zeitraum fand die dritte Begegnungsreise zwischen der P.-A.-B.-Gesamtschule Borgholzhausen / Werther und dem Mother-of-Mercy-Centre statt. Sie war ein weiterer Baustein in der Festigung der Partnerschaft zwischen den beiden Schulen.

Aus einer großen Zahl von Bewerbern wurden im Rahmen eines Assessment-Centers 12 Schülerinnen und Schüler des 11. und 12. Jahrgangs der P.-A.-B.-Gesamtschule Borgholzhausen / Werther ausgesucht. Sie alle nahmen an einem halbjährigen Projektkurs teil, der sie intensiv und umfassend auf diese Reise vorbereitete. Dabei kamen sowohl landeskundliche Themen wie auch Fragen der Nord-Süd-Problematik, Rassismus und interkulturelle Aspekte zur Sprache. Daneben standen aber auch Aspekte des Umweltschutzes und der nachhaltigen Entwicklung. Sehr hilfreich war besonders die Teilnahme an einem Vorbereitungsseminar unter der Leitung von Frau Dr. Gisela Führing.

Ziel der Reise waren die Durchführung und Ausgestaltung von vier Projektvorhaben:

  • Monitoring des vom Aussterben bedrohten Vogels „Sharpe’s Longclaw“ im Bezirk Kinangop und Kennenlernen der widerstreitenden Interessen zwischen Umweltschutz und wirtschaftlichen Interessen der lokalen Farmer. Dazu gehörte auch ein Workshop zur Auflösung dieses Konfliktes anhand einer lokalen Initiative zur Etablierung von Schafzucht und der sich daraus ergebenden Verarbeitung und Vermarktung der Schafwolle durch eine Spinnerei, Weberei und Färberei.
  • Wiederaufforstungsaktion gemeinsam mit 12 Schülerinnen und Schülern des Standortes Kariobangi/Nairobi des Mother-of-Mercy-Centres und lokalen Umweltaktivisten in Kinangop / Aberdare Mountains National Park
  • Wiederaufforstungsaktion gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des Standortes Kisii auf der Kuppe eines entforsteten Geländes im Bezirk Kisii.
  • Workshop zum Thema Küstenschutz im Bezirk Watamu Marine National Park am Beispiel der Mangrovensümpfe im Mida Creek.

Daneben und parallel dazu standen die gemeinsame praktische Arbeit mit den kenianischen Jugendlichen, die Entwicklung von Freundschaften, das gegenseitige Kennenlernen unterschiedlicher Kulturen und Mentalitäten, sowie die Zusammenarbeit mit lokalen Umweltschutzgruppen und Initiativen. Das Gleiche fand auch auf der Ebene der Lehrkräfte statt.

Ein weiterer Schwerpunkt der Reise waren Schul- und Unterrichtsbesuche an den Standorten Kariobangi, Donholm und Kisii des Mother-of-Mercy-Centres. Dabei gestalteten unsere Schülerinnen und Schüler Unterrichtseinheiten zum Thema Schulpartnerschaft, praktischer Umweltschutz (Müllvermeidung) sowie interkultureller Austausch.

Es fanden Exkursionen zu einer Teeplantage, Teefabrik, Soapstonesteinbrüchen, zum Victoriasee, Heißen Quellen, Naivashasee und in den Lake Nakuru Nationalpark statt. Alle diese Aktionen fanden gemeinsam mit kenianischen Jugendlichen statt, sodass die Beziehungen untereinander gefestigt und intensiviert werden konnten.